Eine Pelletsheizung nutzt kleine gepresste Holzstücke („Pellets“) als Brennstoff. Diese werden automatisch verbrannt und erzeugen Wärme für Heizung und Warmwasser. Pellets bestehen hauptsächlich aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung.
Wir empfehlen eine Pelletsheizung immer dann, wenn eine Wärmepumpe ein Gebäude nicht vollständig versorgen kann.
Bevor wir eine Hybridlösung mit Gas oder Öl wählen, raten wir in solchen Fällen vorrangig zur Pelletsheizung.
Im Bereich Pelletheizung arbeiten wir mit unserem Partnerunternehmen ÖkoFEN zusammen. Für besonders effiziente Pellet-Brennwerttechnik setzen wir die ÖkoFEN Condens ein. Im Bereich Heizwert nutzen wir die bewährte ÖkoFEN Compact, die sich gut für kleinere Technikräume und Modernisierungen eignet.
Als Lagerlösung verwenden wir das Flexilo Lagersystem, das sowohl innen als auch außen flexibel aufgebaut werden kann und eine sichere, trockene Lagerung der Pellets gewährleistet.
Ja. Wenn eine Hybridlösung gewünscht ist, ist die Kombination aus Wärmepumpe und Pelletsheizung in der Regel die bessere und nachhaltigere Variante im Vergleich zu einer Kombination mit Gas oder Öl.
Pellets sind kleine, trockene Presslinge aus naturbelassenem Restholz wie Sägespänen und Hobelspänen.
Sie haben einen Durchmesser von 6 mm und eine Länge von etwa 3 cm. Durch hohen Druck – ohne chemische Zusatzstoffe – erhalten sie einen hohen Energiegehalt.
Umrechnungen:
2 kg Pellets ≙ ca. 1 Liter Heizöl
1 m³ Pellets (650 kg) ≙ ca. 320 Liter Heizöl
In Deutschland gibt es über 60 Produktionsstandorte. 2022 wurden über 3 Mio. Tonnen Pellets hergestellt – Tendenz steigend.
Pellets werden überwiegend regional produziert und geliefert, was Arbeitsplätze schafft und die regionale Wertschöpfung stärkt.
Die Pellets werden im Lagerraum bevorratet, automatisch zur Feuerung transportiert, automatisch entzündet und dort verbrannt. Die erzeugte Wärme geht über einen Wärmeübertrager in das Heizsystem. Oft wird zusätzlich ein Pufferspeicher eingesetzt.
Ideal für Bestandsgebäude und Altbauten mit ausreichendem Lagerraum.
Sie eignet sich besonders gut, wenn das vorhandene Heizungssystem höhere Vorlauftemperaturen benötigt oder wenn fossile Heizsysteme ersetzt werden sollen.
Der Technikraum ist überschaubar, wichtiger ist der Lagerraum:
Richtwert:
1 Tonne Pellets ≙ ca. 1,5 m³ Lagerraum.
Das hängt stark vom Gebäude und der Dämmung ab.
Richtwert:
Ein Einfamilienhaus mit ca. 10 kW Heizlast benötigt etwa 1–2 Tonnen Pellets pro Jahr.
Moderne Pelletkessel erreichen Wirkungsgrade von 92 % bis 96 %, Brennwertanlagen sogar bis über 100 % (heizwertbezogen).
Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs
Regionale Versorgung
Automatischer, zuverlässiger Betrieb
Wenig Bedienaufwand
Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen
Gute Kombination mit regenerativen Systemen
Förderfähig über BEG
Höhere Investitionskosten
Lagerraum notwendig
Regelmäßige Reinigung und Wartung (z. B. Aschebehälter)
Gute Planung für Lagerung und Fördertechnik erforderlich
Staubentwicklung bei Befüllung
Mehr Platzbedarf als bei Wärmepumpe
Aktuell gibt es die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude).
Je nach Voraussetzungen sind bis zu 70 % Zuschuss möglich.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.
In der Regel ca. 5 Werktage.
Dazu gehören:
Ja. Er ist für Förderungen Pflicht und sorgt für eine gleichmäßige Versorgung aller Heizkörper und Heizkreise.
Die Heizung arbeitet dadurch effizienter und benötigt weniger Energie. Typische Einsparungen liegen bei 5–15 %.
In den meisten Fällen ja.
Ältere Kamine haben oft einen zu großen Querschnitt, sind nicht säurebeständig oder nicht für die Abgase einer modernen Pelletsheizung ausgelegt.
Der Schornsteinfeger prüft den vorhandenen Kamin. Wenn er nicht den aktuellen Anforderungen entspricht, ist eine Sanierung oder ein Einsatzrohr nötig.
Ja – z. B. mit Solaranlage, Wärmepumpe oder Pufferspeicher. Kombinationslösungen erhöhen Effizienz und Flexibilität.
Nicht jede Situation ist gleich. Wenn Sie wissen möchten, welche Technik für Ihr Gebäude sinnvoll ist, helfen wir Ihnen gern weiter.
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