EnergieTechnik Denis Schmitz

FAQ Pelletheizung

Alle wichtigen Fragen rund um Pelletheizung und Pellets


Was ist eine Pelletsheizung?

Eine Pelletsheizung nutzt kleine gepresste Holzstücke („Pellets“) als Brennstoff. Diese werden automatisch verbrannt und erzeugen Wärme für Heizung und Warmwasser. Pellets bestehen hauptsächlich aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung.


Wann empfehlen wir eine Pelletheizung?

Wir empfehlen eine Pelletsheizung immer dann, wenn eine Wärmepumpe ein Gebäude nicht vollständig versorgen kann.
Bevor wir eine Hybridlösung mit Gas oder Öl wählen, raten wir in solchen Fällen vorrangig zur Pelletsheizung.


Welche Hersteller bauen wir ein?

Im Bereich Pelletheizung arbeiten wir mit unserem Partnerunternehmen ÖkoFEN zusammen. Für besonders effiziente Pellet-Brennwerttechnik setzen wir die ÖkoFEN Condens ein. Im Bereich Heizwert nutzen wir die bewährte ÖkoFEN Compact, die sich gut für kleinere Technikräume und Modernisierungen eignet.

 

Als Lagerlösung verwenden wir das Flexilo Lagersystem, das sowohl innen als auch außen flexibel aufgebaut werden kann und eine sichere, trockene Lagerung der Pellets gewährleistet.


Ist eine Hybridlösung sinnvoll?

Ja. Wenn eine Hybridlösung gewünscht ist, ist die Kombination aus Wärmepumpe und Pelletsheizung in der Regel die bessere und nachhaltigere Variante im Vergleich zu einer Kombination mit Gas oder Öl.


Was genau sind Pellets?

Pellets sind kleine, trockene Presslinge aus naturbelassenem Restholz wie Sägespänen und Hobelspänen.

Sie haben einen Durchmesser von 6 mm und eine Länge von etwa 3 cm. Durch hohen Druck – ohne chemische Zusatzstoffe – erhalten sie einen hohen Energiegehalt.

Umrechnungen:

2 kg Pellets ≙ ca. 1 Liter Heizöl

1 m³ Pellets (650 kg) ≙ ca. 320 Liter Heizöl


Woher kommen Holzpellets?

In Deutschland gibt es über 60 Produktionsstandorte. 2022 wurden über 3 Mio. Tonnen Pellets hergestellt – Tendenz steigend.
Pellets werden überwiegend regional produziert und geliefert, was Arbeitsplätze schafft und die regionale Wertschöpfung stärkt.


Wie funktioniert eine Pelletsheizung grundsätzlich?

Die Pellets werden im Lagerraum bevorratet, automatisch zur Feuerung transportiert, automatisch entzündet und dort verbrannt. Die erzeugte Wärme geht über einen Wärmeübertrager in das Heizsystem. Oft wird zusätzlich ein Pufferspeicher eingesetzt.


Für welche Gebäude eignet sich eine Pelletsheizung?

Ideal für Bestandsgebäude und Altbauten mit ausreichendem Lagerraum.
Sie eignet sich besonders gut, wenn das vorhandene Heizungssystem höhere Vorlauftemperaturen benötigt oder wenn fossile Heizsysteme ersetzt werden sollen.


Wie viel Platz benötigt man für Lagerung und Technik?

Der Technikraum ist überschaubar, wichtiger ist der Lagerraum:

Richtwert:

1 Tonne Pellets ≙ ca. 1,5 m³ Lagerraum.


Wie viel Pellets werden jährlich gebraucht?

Das hängt stark vom Gebäude und der Dämmung ab.

Richtwert:

Ein Einfamilienhaus mit ca. 10 kW Heizlast benötigt etwa 1–2 Tonnen Pellets pro Jahr.


Wie effizient sind Pelletsheizungen?

Moderne Pelletkessel erreichen Wirkungsgrade von 92 % bis 96 %, Brennwertanlagen sogar bis über 100 % (heizwertbezogen).


Welche Vorteile bietet eine Pelletsheizung?

  • Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs

  • Regionale Versorgung

  • Automatischer, zuverlässiger Betrieb

  • Wenig Bedienaufwand

  • Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen

  • Gute Kombination mit regenerativen Systemen

  • Förderfähig über BEG


Welche Nachteile gibt es?

  • Höhere Investitionskosten

  • Lagerraum notwendig

  • Regelmäßige Reinigung und Wartung (z. B. Aschebehälter)

  • Gute Planung für Lagerung und Fördertechnik erforderlich

  • Staubentwicklung bei Befüllung

  • Mehr Platzbedarf als bei Wärmepumpe


Welche Förderungen gibt es?

Aktuell gibt es die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude).
Je nach Voraussetzungen sind bis zu 70 % Zuschuss möglich. 

Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.


Wie lange dauert die Installation?

In der Regel ca. 5 Werktage.

Dazu gehören:

  • Ausbau der alten Heizung
  • Einbau der neuen Pelletanlage
  • Leitungs- und Isolierarbeiten
  • Kaminsanierung
  • Hydraulischer Abgleich
  • Elektroarbeiten (inkl. Zählerschrank, falls nötig)
  • Oft arbeiten mehrere Monteure gleichzeitig.

Brauche ich einen hydraulischen Abgleich?

Ja. Er ist für Förderungen Pflicht und sorgt für eine gleichmäßige Versorgung aller Heizkörper und Heizkreise.

Die Heizung arbeitet dadurch effizienter und benötigt weniger Energie. Typische Einsparungen liegen bei 5–15 %.


Muss der Kamin für eine Pelletsheizung saniert werden?

In den meisten Fällen ja.
Ältere Kamine haben oft einen zu großen Querschnitt, sind nicht säurebeständig oder nicht für die Abgase einer modernen Pelletsheizung ausgelegt.

 

Der Schornsteinfeger prüft den vorhandenen Kamin. Wenn er nicht den aktuellen Anforderungen entspricht, ist eine Sanierung oder ein Einsatzrohr nötig.


Kann man eine Pelletsheizung mit anderen Systemen kombinieren?

Ja – z. B. mit Solaranlage, Wärmepumpe oder Pufferspeicher. Kombinationslösungen erhöhen Effizienz und Flexibilität. 


Noch Fragen offen? Wir beraten Sie persönlich.

Nicht jede Situation ist gleich. Wenn Sie wissen möchten, welche Technik für Ihr Gebäude sinnvoll ist, helfen wir Ihnen gern weiter.

 

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