Eine Wärmepumpe nutzt die vorhandene Wärme aus der Umgebung – bei den Vitocal 250-A und 150-A kommt die Energie hauptsächlich aus der Außenluft.
In einem geschlossenen Kreislauf verdampft ein Kältemittel schon bei niedrigen Temperaturen. Ein Kompressor verdichtet dieses Gas und erhöht damit die Temperatur. Die Wärme wird anschließend an
das Heizsystem abgegeben.
Diese Technik sorgt dafür, dass die Geräte auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen zuverlässig und effizient heizen.
Es gibt drei gängige Systeme:
Luft-Wasser-Wärmepumpe – nutzt die Außenluft, am weitesten verbreitet
Sole-Wasser-/Erdwärmepumpe – nutzt Erdsonden oder Flächenkollektoren
Wasser-Wasser-Wärmepumpe – nutzt Grundwasser als Energiequelle
In der Praxis installieren wir überwiegend die Viessmann Vitocal 250-A und Vitocal 150-A.
Vitocal 250-A: ideal für Bestandsgebäude mit Heizkörpern. Sie schafft effizient Vorlauftemperaturen bis 70 °C.
Vitocal 150-A: sehr gute Lösung für gut gedämmte Gebäude, Fußbodenheizungen und Mehrfamilienhäuser.
Beide Geräte arbeiten mit dem modernen Kältemittel R290 (Propangas), das leise, effizient und besonders zukunftssicher ist.
Für Warmwasser setzen wir bewährt die Vitocal 262-A ein.
Grundsätzlich für fast jedes Gebäude.
– die Viessmann Vitocal 250-A und 150-A – eignen sich grundsätzlich für fast alle Gebäudearten. Dazu gehören:
Neubauten mit sehr guter Dämmung
Bestandsgebäude mit Heizkörpern
Gebäude mit Fußbodenheizung
Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser
Wenn eine Hybridlösung notwendig ist, ist die Kombination aus Wärmepumpe und Pelletsheizung in der Regel die bessere und nachhaltigere Variante im Vergleich zu einer Kombination mit Gas oder
Öl.
Wenn Ihr bestehender Gas- oder Ölkessel jedoch noch in einem guten oder brauchbaren Zustand ist, kann auch die Kombination aus Wärmepumpe und dem vorhandenen Kessel eine sinnvolle Übergangslösung
sein.
Je niedriger, desto besser.
Ideal sind 35–40 °C bei Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörpern.
Bei bestehenden Heizkörpern sind bis zu 55 °C möglich.
Geringere Temperaturen erhöhen die Effizienz und senken den Stromverbrauch.
Die Effizienz wird über die Jahresarbeitszahl (JAZ) gemessen.
Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme.
Typische Werte:
Altbau: JAZ 3,0–4,5
Neubau: JAZ 4,0–5,5
Die Vitocal 250-A erzielt durch das Kältemittel R290 sehr gute Werte, selbst bei niedrigen Außentemperaturen.
Je besser gedämmt das Gebäude und je größer die Heizflächen, desto höher die Effizienz.
Ja, unbedingt.
Sie zeigt, wie viel Wärme jeder Raum wirklich benötigt und ist Grundlage für:
die richtige Größe der Wärmepumpe
passende Heizkörper oder Fußbodenheizung
stabile Wärmeversorgung
niedrige Betriebskosten
Ohne Heizlastberechnung ist eine saubere Planung nicht möglich.
Moderne Geräte sind sehr leise.
Typische Werte liegen – je nach Modell – zwischen 45 und 60 dB(A) in einem Meter Abstand.
Eine gute Standortwahl und eine fachgerechte Installation sind entscheidend.
Vitocal 250-A: ab ca. 35–39 dB(A) im Normschallpegel
Vitocal 150-A: ähnlich leise
Im Alltag sind die Betriebsgeräusche einer korrekt montierten Anlage kaum auffällig.
Die Kosten hängen vom Haus, der Wärmepumpe und dem persönlichen Verbrauch ab.
Typische Richtwerte:
Neubau: ca. 500–1.200 € pro Jahr
Bestandsgebäude: oft höher
Mit einer Photovoltaikanlage sinken die Kosten deutlich.
Viele Netzbetreiber bieten Wärmepumpenstrom-Tarife oder dynamische Tarif an.
Dafür wird die Wärmepumpe über einen eigenen Zähler erfasst – das lohnt sich eventuell.
Wärmepumpen sind so ausgelegt, dass sie auch bei Frost zuverlässig arbeiten.
Nur in seltenen Extremfällen unterstützt ein elektrischer Heizstab.
Das sorgt für Versorgungssicherheit, auch bei Temperaturen um –20 °C.
Entscheidend ist eine gute Planung, damit die Anlage exakt zum Gebäude passt.
Aktuell gibt es die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude).
Je nach Voraussetzungen sind bis zu 70 % Zuschuss möglich.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.
Die komplette Installation dauert in der Regel 5 bis 7 Werktage.
Dazu gehören:
Ausbau der alten Heizung
Aufbau der neuen Wärmepumpe
Leitungsarbeiten und Isolierarbeiten innen und außen
Fundament und Aufstellen des Außengeräts
hydraulischer Abgleich, Anpassung an die vorhandene Heizsystem
Elektroarbeiten inkl. Zählerschrank (falls notwendig)
Meist arbeiten zwei bis fünf Monteure gleichzeitig.
Ja. Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für viele Förderungen und sorgt dafür, dass alle Heizkörper oder Heizkreise gleichmäßig versorgt werden. Dadurch arbeitet die Heizung effizienter, braucht weniger Energie und erreicht die gewünschte Wärme in allen Räumen.
Ohne Abgleich werden manche Bereiche überversorgt und andere unterversorgt – die Anlage muss dann unnötig stark arbeiten. Mit Abgleich sinken Pumpenleistung und Vorlauftemperatur, was in vielen Fällen 5–15 % Energie spart.
Ja, das ist möglich.
Eine Hybridlösung kombiniert eine Wärmepumpe mit Gas- oder Ölheizung.
Bei hohen Vorlauftemperaturen kann das sinnvoll sein.
Wir empfehlen jedoch langfristig eine vollständig erneuerbare Lösung, z. B. mit einer Pelletheizung.
Ja. Die Anlage kann ihre Daten an einen Server senden, wo sie automatisch ausgewertet werden.
Ein KI-gestütztes System erkennt frühzeitig Abweichungen und zeigt Optimierungsmöglichkeiten an.
Viessmann bietet dafür eigene digitale Services an.
Ja – und das ist sehr empfehlenswert.
Ein großer Teil des Stroms kann direkt vom Dach genutzt werden, wodurch die Heizkosten deutlich sinken.
Mit Eigenstrom oder Ökostrom arbeitet die Wärmepumpe nahezu klimaneutral.
In vielen älteren Häusern ist der bestehende Zählerschrank zu klein oder technisch nicht mehr geeignet.
Für moderne Wärmepumpen wird oft ein zusätzlicher Zählerplatz oder ein Smart-Meter-Platz benötigt.
Auch die Steuertechnik nach §14a EnWG muss untergebracht werden.
Daher ist ein Austausch oder eine Erweiterung häufig notwendig.
Wärmepumpen zählen laut Gesetz zu „steuerbaren Verbrauchseinrichtungen“.
Der Netzbetreiber darf die Leistung kurzzeitig reduzieren, wenn das Stromnetz stark ausgelastet ist.
Im Gegenzug erhältst du Vergünstigungen beim Netzentgelt oder einen niedrigeren Wärmepumpentarif.
Die Wärmeversorgung bleibt dabei weiterhin gesichert.
Ein separater Zähler ist notwendig, wenn:
ein spezieller Wärmepumpenstromtarif genutzt wird
der Netzbetreiber die Wärmepumpe steuern können muss
So wird der Verbrauch der Wärmepumpe getrennt vom Haushaltsstrom erfasst.
Ein Energiemanagementsystem verteilt den Strom automatisch dahin, wo er gerade am sinnvollsten ist – zur Wärmepumpe, zur Wallbox oder ins Haus.
Dadurch steigt der Eigenverbrauch der PV-Anlage und der Strombezug aus dem Netz sinkt deutlich.
Nicht jede Situation ist gleich. Wenn Sie wissen möchten, welche Technik für Ihr Gebäude sinnvoll ist, helfen wir Ihnen gern weiter.
👉 Jetzt Kontakt aufnehmen!
